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Pörnbach 2004 und die BH-Prüfung
Ausbildungswochenende des Clubs für Molosser vom 20.05.04 - 23.05.04

... und Danke an die Helfer

oder das Ausbildungswochenende in Pörnbach vom 20.04. – 23.04.04

Also mein Frauchen und ich sind schon recht zeitig dort eingetroffen, am Mittwoch um 14 Uhr. Wir hatten keinen Stau. Andere dagegen hat es wohl böse erwischt und kamen abends erst nach 20 Uhr oder ließen es ganz und kamen am nächsten Morgen.

Frauchen wurde von Burkard Kassner begrüßt, ich später von 2 alten Mopsdamen, die das Vereinsheim „bewachten“. Ich fand das sehr unhöflich, immerhin sind wir dort doch Gast gewesen. Also habe ich deutlich meine Meinung dazu gesagt, was wiederum Frauchen gar nicht gefiel. Na ja, am übernächsten Tag waren die beiden Mädels dann auch lieb zu mir. Ich fand sie dann sehr sympathisch, hatten sie doch eine gewisse Ähnlichkeit mit meinen geliebten Meerschweinchen.

Es waren wirklich viele Kollegen da. Bei den Molossern ganz viele BM und BX. Außer mir nur noch ein Faltendackel (Adelchen), dafür noch 1 Fila, 2 Mastin de los Pyreneos, 1 Mastiff und viele viele „normale“ Hunde. Also auch viele gesprächige, die mich nervten und die ich gleich zur Ordnung rufen wollte. Das brachte mir einige böse Rüffel von Frauchen ein. Im Laufe der Tage freundete ich mich mit einer Mastin-Hündin und vor allem mit dem dazugehörigen braunen Lockenhund Chicco (Rassename habe ich mir leider nicht merken können), der niedlichen süßen BM-Hündin Clair, der BM Hündin Chelsy, dem Bardino Jack und dem BX Kalle an. Will heißen, wir waren öfters Gassi. Der einzige, mit dem man vernünftige Kongspiele machen konnte, war der Chicco und bei den Zweibeinern die Elke (Frauchen von Clair).

Für mich waren es sehr anstrengende Tage. Wir machten mehrere Stadtgänge (öhhhmm eigentlich eher „Kaffgänge“) nach Pörnbach, übten viel auf dem Platz. Schnell merkten die Leute, dass ich ein ganz netter Faltendackel bin. Frauchen allerdings bekam trotzdem immer einen halben Anfall wenn mich jemand streicheln wollte, weil sie immer noch nicht begriffen hat, dass ich mich sehr wohl zu benehmen weiß. Also insgesamt waren die Zweibeiner super nett. Es gab aber auch zwei, vor denen hatte ich tierisch Angst und benahm mich da auch ein wenig „daneben“, aber nur gaaaanz wenig. Die meisten Zweibeiner schmusten mit mir und fanden mich Klasse. Das tat gut, sage ich Euch!!

Meine Arbeit mit Frauchen fand scheinbar großen Anklang. Frauchen jedenfalls war oft dabei, unsere Zusammenarbeit zu erklären.

Es gab immer wieder Stunden, da mußte ich mich im Auto erholen. Ich schimpfte dann zwar erst mal, aber eigentlich hatte Frauchen schon recht, denn ich war immer sehr müde.

Also Frauchen hatte sich vorgenommen, mit mir die sog. „VDH-Begleithundeprüfung“ zu machen. Sie war sich nicht sicher, ob wir das können. Aber sowohl die Teilnehmer, als auch Burkard, der Ausbilder, machten ihr Mut.

Frauchen hat sich in den Tagen schon einige Male über einige der Teilnehmer aufgeregt, aber insgesamt war sie fasziniert vom Teamgeist, der Hilfsbereitschaft und der Herzlichkeit. Es war ein besonderer Gruppenzusammenhalt, den sie auf den anderen Hundeplätzen und Seminaren so nie erlebt hat. So wurden wir beide von Tag zu Tag sicherer und ich hatte es gar nicht mehr nötig, Angst zu haben. Das war schon toll.

Es gab am Freitag eine Nachtübung. Da durfte ich nicht mitmachen, weil mein Frauchen Angst hatte, ich würde das nicht verkraften. Aber in Wirklichkeit hatte sie ja nur Bedenken, selbst zu Tode zu erschrecken. Ich durfte mich im Auto erholen, während 12 Teams im Matsch und Regen durch den dunklen Wald gescheucht wurden, um zu zeigen, wie unbeeindruckt sie von Tröten, scheppernden Tonnen, um Hilfe schreienden Menschen usw. waren. Es waren die einzigen Stunden in den 4 Tagen, an denen es in Strömen regnete. Ansonsten war das Wetter ideal.

Für mich die schönsten Stunden waren am Samstag-Abend, als wir zum Spaß in den Aglitiyparcour durften. Da zeigte ich allen, wie sportlich ein Faltendackel sein kann. Frauchen war viel zu langsam und ich rannte ihr einfach davon, über die Hürden, über die A-Wand, durch den Reifen, den Tunnel und dann mit ihrer Hilfe auch durch den Slalom. Ach war das schön. Leider durfte ich nur 3 x. Viel zu wenig für einen engagierten Faltendackel wie mich. Echt gemein! Aber man hat schon sein Kreuz mit so mütterlichen, ängstlichen Frauchens, die immer glauben, man bricht sich ein Bein oder das Genick.....

So und dann kam am Sonntag die Stunde der Wahrheit. 4 Teams traten zur Begleithundeprüfung an. Frauchen und ich, die BM Chelsy mit Frauchen, Bardino Jack mit Frauchen Madeleine und BX Kalle mit Herrchen Holger. Stellt Euch vor, welcher Wink des Schicksals. Meine Ehefrau auf Probe, die vom 28.04.04 bis 13.05.04 bei uns war, hieß ja auch Chelsea (halt nur mit „ea“ am Ende). Und mit einer Chelsy lief ich dann die BH!!

Und was soll ich Euch sagen. War doch klar, dass wir das schaffen, oder? Und wenn Frauchen bei der Platzübung nicht so eine merkwürdige Aussprache gehabt hätte, wäre auch diese Übung anders gelaufen. Ich habe sie einfach nicht verstanden. So habe ich halt Sitz anstatt Platz gemacht. Der Prüfer war sichtlich begeistert von unserer Fußarbeit und fasziniert davon, wie schön ich neben Frauchen hertrabte. Aber warum auch nicht, wenn es doch Spaß macht und man dann ordentlich bezahlt wird (Käse, Fleischwurst). Leider blieb die Bezahlung diesmal aus unerfindlichen Gründen zunächst aus. Frauchen sagt, bei der Prüfung gibt es die Bezahlung erst hinterher. Na gut, was solls. Dafür gab es dann eine „Käsesemmel“ und eine „Wurstsemmel“, wie man da unten sagt. Bei uns heißt das „Käsebrötchen“ und „Wurstbrötchen“. Kalle und Chelsy machte es wohl nicht ganz so viel Spaß, denn die schlappten etwas zu weit hinter ihren zweibeinigen Partnern her, bestanden aber auch die Prüfung. Frauchen konnte sich am Ende gar nicht richtig freuen, denn Jack schaffte es nicht. Sie sagte, Jack’s Frauchen hat privaten Kummer und deshalb war auch Jack etwas durch den Wind. Aber ich bin sicher, dass es die beiden beim nächsten Mal schaffen. Nach dem Teil auf dem Platz kam dann noch ein „Stadtteil“, wieder in Pörnbach. Das konnten wir alle im Schlaf, denn das hatten wir kräftig geübt. Dort wurde geschaut, wie wir uns bei Hundebegegnungen, in einer Menschengruppe, bei Joggern und Radfahreren verhalten. Außerdem wurden wir Vierbeiner kurz vor einem Laden angebunden und unsere Zweibeiner verschwanden um die Ecke. Da hatte ich Muffe, dass Frauchen nicht wiederkommt. Doch ich irrte mich zum Glück. Zum Abschluss des "Stadtteils" hielt noch ein Auto, die Beifahrerin fragte nach dem Weg und schlug die Autotüre auf und zu. Die allerletzte Übung war Ablegen und von der Menschengruppe eingekreist werden.

Am Sonntag-Mittag liefen zum Ausklang dieses unvergesslichen herrlichen Wochenendes alle Teilnehmer mit ihren Hundis zusammen auf dem Platz. Es hieß Abschied nehmen und die Teilnehmer-Urkunden in Empfang nehmen. Toll, kann ich Euch sagen. Ich war wieder ganz nervös und konnte kaum still sitzen. Und diese Musik dazu, richtig anrührend. Frauchen und ich wurde noch besonders erwähnt, als das beste Team. Ach war ich stolz!!!

Ich soll mich im Namen meines Frauchens bei allen bedanken, die uns geholfen haben. Es haben sooo viele Leute Daumen gedrückt, Frauchen gedrückt, Glück gewünscht und mit Tricks und Tipps geholfen. Kein Wunder, dass ich bei den meisten so lieb und brav war, es sind ja auch alles tolle Menschen. Vor allem der Burkard war toll, schaffte er es doch, die vielen unterschiedlichen Meinungen irgendwie ganz gut unter einen Hut zu bringen. Und was sie ganz besonders toll fand, ist Burkard’s Begeisterungsfähigkeit für neue Ideen und andere Methoden. Und Rudi, der Ausbilder der anderen Gruppe hörte sich Frauchens Sorgen (welche Sorgen eigentlich?) an und versuchte sie moralisch aufzubauen (Frauchen soll froh sein, so einen tollen Faltendackel wie mich zu haben, statt diese klitzekleinen Marotten von mir so breitzutreten, ....grrrr!!)

Viele brachen Sonntag-Mittag doch recht schnell auf, um den Staus zu entgehen. Wir standen hinter Ingolstadt gleich in einem Stau. Mir war es egal. Ich war „hundemüde“ und schlief. Frauchen fuhr bei nächster Gelegenheit von der Autobahn und für die restlichen 150 km über Landstraße nach Hause. Sie schwärmt noch jetzt von der schönen Landschaft auf dieser Strecke.

In diesem Sinne (diesen Spruch haben wohl Rudi und Burkard bei der Nachtübung geprägt)

„... und Danke an die Helfer“

Unsere Urkunde

Leider hat niemand bei der Unterordnung auf dem Platz fotografiert bzw. Frauchen hat keine Bilder davon, somit gibt es nur Bilder vom Stadtteil und "danach" So, hier die anderen Bilder von der BH bzw. von Pörnbach

Stadtteil "Pörnbach"

Chelsy und Frauchen in der Gruppe

Leinenführigkeit

Achtung! Fahrradfahrer!!

Fauchen!!! Wo bist Du!!! Ich habe Angst!!

Kalle und der Prüfer

Öhhhmm! Ich bin fremd hier. Ich weiß nix

Kalle weiß auch nix!

Hää?? Was schreibt denn der Prüfer da?? Haben wir bestanden??

Bedrängen! Das haben sie mit mir auch gemacht!

Überstanden! Schaut mal, wie Frauchen jetzt strahlt.

Clairchen, die Bonsei-BM von Elke! Ein Zuckerschnute, kann ich Euch sagen!! Aber sie sagt, wenn "mann" zu frech wird. Ich spreche aus Erfahrung!

Ach ja, neben uns Chelsy mit Frauchen, die mit uns die Unterordnung auf dem Platz lief.

Der einzige Fila
   

Bogart, der Mastiff von Regina. Frauchen kennt ihn von früher und hat sich sehr gefreut, ihn wieder zu sehen.
Weitere Bilder im Molosserforum, siehe hier

Ach und zu Hause gab es dann noch eine Siegerehrung!! Meine Pflegeeltern Astrid und Isolde waren der Meinung, das habe ich mir verdient. Die Menschen tranken dafür eine Flasche Sekt, ich bekam die Wienerchen.

1. Hey, Ihr seit aber wirklich gemein!! 2. Also gut, zufrieden!! Habt Ihr jetzt genug Fotos gemacht???
3. So, jetzt will ich sie aber auch haben 3. Lecker
4. schmeckt nach mehr!!!