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Das ist Berta - meine Frau!

Berta (Todestag Freitag 20.02.2009; 20:30 Uhr)
Berta war ein Clown, die viel Blödsinn im Kopf hatte und gerne herumalberte. Mit ihrem Charme hat sie die Menschen begeistert und beim "Pfötchengeben" einen bleibenden Eindruck in Form von blauen Flecken auf Beinen und Armen hinterlassen!

 

 

Berta Keck, Italienischer Faltendackel

Lebenslauf :

Name Berta Keck
Spitznamen Bertel, Gremlin, Stinkimaulfröschli, tasmanisches Teufelchen, Zwergvampir, Lauskröt
Rasse "Italienischer Faltendackel", gemeinhin "Mastino Napoletano" genannt
Wohnort Unterfranken, Rest bleibt geheim
Mitbewohner Katharina, Paul (Bertas Mann, also ICH), Meerschweinchenbande - meine "Babies";
Geburtstag geb. 23.08.1999
Eltern Unbekannt!
Geschwister Unbekannt!
Werdegang bis 24.10.2004 in NRW bei jungem Pärchen mit Kind. Die junge Frau versuchte sich als Händlerin. Dort war Berta ca. 2 Monate, vorher angeblich bei einem Verwandten dieser Frau. Laut Impfpaß wurde sie vom Händler/Vermehrer an eine Frau aus Gelsenkirchen verkauft.... bis zum Umzug nach Unterfranken in der Hundepension von M. Sattler
19.11.2004 Offizieller Umzugstermin zu Katharina und Paul
Qualifikationen bayerischer Wesenstest (01.12.2004); VDH-Begleithundeprüfung (23.04.05, 2. Platz)
Obedience-Beginner-Prüfung (04.09.2005) mit "sehr gut" (249,5 Punkten), 6. Platz (hier mehr Infos) ,
Obedience-Beginner-Prüfung (22.10.2006) mit "vorzüglich" (277 Punkten), 1. Platz (hier mehr Infos)
Team-Test (09.06.2007) (hier mehr Infos)
Besondere Kennzeichen Baby-Face, Schmollmund
Besondere Eigenschaften
  • Objektmelder (meldet auf Spaziergängen alles! Menschen, Tiere, Autos - die da nicht stehen dürfen usw.)
  • Erster offizieller Birnen- und Apfelsuchhund.
  • Parfümiert sich gerne mit Marderkot und ähnlichen "Düften", daher der Spitzname "Stinkimaulfröschli". Menschen stürmisch begrüßen, dabei so kräftig wedeln und Pfötchen geben, dass die Menschen grundsätzlich blaue Flecken bekommen.
  • Igelsuch- und -rettungshund (Berufswunsch, Ausbildung begonnen)
Berta's Geschichte

(Zum Vergrößern Bilder anklicken)

1. Wo bin ich da nur hingeraten: ein viel zu kleines Ehebett 2. wie soll das denn nur gehen??
3. ..... 4. auch dieses Bett ist nur minmal größer, viel zu klein für ein ordentliches Ehebett!!!
5. Berta hier mit meiner Pflegemama Atrid, der BX Hutchi, dem kranken DSH Welpen Natascha und mir 6. "Hallo Berta, ein kleines Spielchen gefällig??"

7.

Berta: "Aber klar doch, immer gerne" 8. "Huch, was machst Du denn da unter mir"

9.

"Autsch!! He Berta, das ist gemein und tut weh" 10. So, nun sind wir müde und gehen zusammen ins Bett (in unser neues Ehebett, wohlgemerkt!!)

11.

Oh Mann, ich glaube es ist immer noch zu klein..... 12. Na ja, so ab und zu liegt Berta dann im anderen Bett, ganz alleine mit ihren vielen Falten

13.

..... und sie schnarcht ganz fürchterlich laut .... Frauchen sagt, das hätte so eine beruhigende Wirkung auf sie. Na ja, ich weiß ja nicht....    

Frauchen hat durch Zufall eine Anzeige im Internet gelesen, mit folgendem Text:

"Kuschelopfer gesucht! Wer hat genug Zeit, Platz und Kraft für eine süße Mastino Hündin? Sie ist 4 Jahre alt, kinderlieb, geimpft, gechipt! Keine Anfänger!!! Zusatztext!!!, FP 350 Euro, T 02xxx/xxxxxx. Zusatztext: Sie ist nur lieb und kann auch als Zweit-Hund gehalten werden! Sie hat allerdings im Dunkeln einen hohen Schutzinstinkt! Man sollte sich gut mit Hunden auskennen!"

Komischerweise gab es da noch ne Anzeige, fast gleichlautend, ca. 4 Wochen älter, andere Schutzgebühr, mit Bild und ohne die negativen Eigenschaft bezüglich Schutzinstinkt.

Frauchen ist sich sicher, dass es sich um ein und denselben Hund handelte. Über eine Bekannte aus derselben Gegend gelang es, die Hündin zu bekommen (natürlich nicht für 350 Euro). Die Eintragungen im Impfpaß waren gefälscht. Das Datum mit der Jahreszahl "99" war geändert in "04", somit war klar, das Mädel hatte keine aktuelle Impfung. Dies wurde nachgeholt, ebenso die Kastration. Bei der Kastration wurde sie geröntgt. Das Ergebnis war wenig erfreulich: Spondylose und HD! Sie kam auf eine Pflegestelle, da Frauchen erst 4 Wochen später Urlaub bekommen konnte. Außerdem wollte sie versuchen, das Mädel zu vermitteln. Doch in den 4 Wochen interessierte sich niemand für die Süße. Kann ich nicht verstehen.

Also zog Berta, wie sie heißen sollte, am 19.11.04 zu uns. Wir holten sie nachts in Höchstadt ab. Mehrere Tierfreunde hatten eine Fahrkette gebildet. Dafür an dieser Stelle nochmals unseren Dank an Daniel aus Wasserburg und Anke und Norbert aus Höchstadt.

Nachts um 22 Uhr kamen wir daheim an. Berta marschierte wie selbstverständlich in die Wohnung und benahm sich gleich, als wäre sie schon immer hier. In den nächsten Wochen gewöhnten wir uns schnell aneinander. Sie machte es mir auch nicht schwer. So schliefen wir schon ab der 2. Woche immer mal wieder zusammen im Hundebett. Das war aber viiiiiieeeel zu klein für zwei Faltendackel. Ich stellte daraufhin den Antrag auf ein neues Ehebett zu Weihnachten.

Berta ist eine ganz Helle. Sie lernte schnell ihren neuen Namen, ebenso die Grundkommandos, die sie zunächst nicht zu verstehen schien. Aber Frauchen weiß ja, wie man Faltendackel korrekt bezahlt und sie damit zur angenehmen Zusammenarbeit überreden kann!!! Am 01.12.04 machte sie dann schon ihren bayerischen Wesenstest, den sie mit Bravour meisterte. Nur einen kleinen Ausrutscher gab es: sie verbellte kurz den dicht vorbeifahrenden Radfahrer!

Apropos Verbellen: das mit dem "hohen Schutzinstinkt" findet Frauchen sehr amüsant. Berta bellt schnell mal "komische" Menschen an! Ja, aber nicht, weil sie einen großen Schutztrieb hat, sondern weil sie schlicht und ergreifend Muffe schiebt. Hier arbeitet Frauchen mit ihren üblichen Tricks. Und da Berta schnell lernt, hat Berta auch schon gute Fortschritte gemacht. Kommt uns auf einsamen Wegen jemand entgegen, guckt Berta nun erst mal zu Frauchen, ob es etwas zu Vespern gibt. Was natürlich immer der Fall ist. Berta soll ja zu Frauchen gucken, statt Leute zu verbellen.

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Weihnachten 2004:

Nicht zu fassen. Diese Weiber sind doch sooo raffiniert. Erst hat sich Berta zwei Wochen verstellt, um dann Anfang Dezember ihr wahres Gesicht zu zeigen. Kaum hatte Frauchen unser Ehebett gezimmert und alles Formelle in die Wege geleitet (Antrag auf Negativzeugnis usw.), da zeigte das kleine Luder ihr wahres Gesicht. Sie verteitigt so ziemlich alles: Kongs, Futter, Streicheleinheiten. Das hat mir einige Löcher in meiner Wamme eingehandelt und ihr den Spitznamen "Zwergvampir". Na ja, aber was ein richtiger Mann ist, wird sich von so einer kleinen Zicke nicht einschüchtern lassen. Deshalb fordere ich sie täglich - vor allem in der Wohnung von Frauchens Eltern - zum Spielen auf. So kann ich ihr zeigen, dass ich auch stark bin. Außerdem duldet Frauchen Bertas Herumgezicke nicht und wird jedesmal fuchsteufelwild, wenn Berta Anstalten macht, mich wieder zu verprügeln. Nun müssen wir mal schauen, ob das hilft. Frauchen meint nach wie vor, dass wir mit Berta einen guten Griff getan haben. Berta ist im Alltag sehr "pflegeleicht". Sie bleibt gelassen, egal wer uns begegnet. So sind wir diverse Male keiffenden Hunden begegnet, am 1. Weihnachtsfeiertag sogar einen freilaufenden Kläffer, der uns verbellte. Berta läßt sowas komplett kalt. Und das gibt mir Sicherheit. Sonst bin ich wegen solchen Hunden doch immer auf die Barrikaten. Nun bin ich viel ruhiger. Ich kann mich doch nicht vor meiner Frau blamieren! Außerdem bleibt Berta auch cool, wenn im Dachboden wieder Marder und Mäuse Lärm machen. Ich denke zwar, dass sie diese auch nicht so richtig hört - so wie bei mir! Aber stellt Euch vor, sie würde wegen jeder Kleinigkeit loskläffen. Da käme man ja nie zur Ruhe. Apropos Kläffen. Die ersten Wochen kläffte Berta stundenlang, wenn Frauchen auf die Arbeit fuhr. Sie muß ja arbeiten, damit wir weiterhin so lecker Essen kriegen und auch tierärztlich bestens versorgt werden können. Aber ab der 3. Woche hat Berta sich beruhigt. Uff!! Das hat nämlich ganz schon genervt. Frauchen läßt nun auch immer den Radio an. Ob sie das beruhigt, weiß ich nicht, aber Berta sammelt in diesen Stunden nun so wie ich Kräfte, damit wir nach Frauchens Rückkehr fit sind. Wir müssen Frauchen schließlich auf Trab halten, damit sie nicht ganz aus dem Leim geht (sie sagt, dazu ist es schon zu spät.....aber ich sehe das anders). Was mich aber ärgert ist, wenn Frauchen mit Berta "arbeitet". D. h. fast täglich übt sie mit Berta die Grundbegriffe "Fuß", "Sitz", "Platz" und "Hier". Das finde ich blöd, schließlich wollen wir beide irgendwann unsere Beginnerklasse Obedience laufen. Berta wird nie soweit kommen, da bin ich mir sicher. Sie ist doch viel zu alt dafür. Aber Frauchen sagt, sie will mit ihr wenigstens die Begleithundeprüfung schaffen. Und sie sagt auch, dass Berta sehr intelligent ist. Berta hat nämlich in der kurzen Zeit schon viel gelernt. Vor allem weiß Berta, dass es wichtig ist, Frauchen anzuschauen, wenn uns auf den Spaziergängen jemand begegnet. Am Sonntag war es echt zu putzig. Da hat Berta 2 Schafe auf einer Weide gesehen und sofort Frauchen angeschaut. Frauchen war natürlich ganz entzückt und Berta wurde prompt "bezahlt", bekam also ein Stückchen Hundewurst. Mir ist das alles eh Schnuppe, also ich meine wer uns so auf den Spaziergängen begegnet, solange ich meinen Kong habe. Aber Berta ist Essen wichtiger. Außerdem darf sie ja eh nicht mehr mit dem Kong spielen, weil sie ihn nicht mit mir teilen wollte und mich deshalb gleich zweimal verprügelt hat. Also Ihr seht, es ist mit Berta ziemlich aufregend.

Am Samstag, den 18.12.04 war Frauchen furchtbar aufgeregt. Da waren wir zusammen auf einer Demo gegen Tierversuche. Wir bekamen T-Shirts an mit entsprechenden Aufklebern und liefen zusammen mit Dutzenden anderer Hunde und ca. 250 Menschen durch die Innenstadt. Natürlich fielen wir auf, klar bei unserem Aussehen und den schicken T-Shirts. Berta wurde von Astrid - meiner Pflegemama - an die Leine genommen. Berta ist so eine verfressene Maus. Sie guckte gar nicht mehr nach Frauchen und mir, denn Astrid hatte leckeren Käse eingesteckt.

Ach und ein besonderes Weihnachtsgeschenk gab es 24.12. von der Stadt. Da kam nämlich das sog. Negativzeugnis. Also die offizielle Mitteilung der Stadt, dass Berta nicht als "Kampfhund" gilt. Also mir wird es immer ein Rätsel bleiben, wieso die merkwürdigen Beamten das nicht von vornherein wissen, sondern immer erst einen sogenannten Wesenstest dazu brauchen. Den Wesenstest hat Berta übrigends wie ich bei unserem Tierarzt gemacht, der darf das auch. Und Berta war soooo brav, die hätte sämtliche "Normalos" (also die nicht gelisteten Hundis) in die Tasche gesteckt.

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06.02.05

Nun ist Berta schon 10 Wochen bei uns. Und ich muss sagen, langsam aber sicher wird unsere kleine Familie ein richtiges Team. Seit 4 Wochen hat Berta sich mir gegenüber nicht mehr daneben benommen. Wenn Frauchen Zuhause ist, dann spielen wir gerne zusammen in der Wohnung. Wir wissen, dass Frauchen das gerne hat und sich freut. Einerseits! Andererseits hat sie schon Angst um ihre (Billig-)Möbel. Aber bisher haben wir nix kaputt gemacht, ehrlich!!

Ich will nur hoffen, dass wir uns auch in Zukunft so gut verstehen, wie momentan.

Berta hat mittlerweile auch einen Job. Mein Job ist ja - wie Ihr wißt - die Betreuung des Kongs (Tragen und Retten). Ihr Job ist das Melden von Objekten. D. h. immer wenn Berta ein Auto, einen Menschen, einen Hund oder ein Tier sieht, zeigt sie das Frauchen, indem sie zu ihr läuft. Natürlich bezahlt Frauchen diesen Fleiß auch immer gerecht und prompt. Das wiederum steigert Bertas Eifer. Nun meldet sie Objekte auch dann schon, wenn sie weit weg sind. Bei Autos reicht es ihr in der Dunkelheit, wenn sie die Lichter aus der Entfernung sieht. Und heute morgen dann konnte Berta Frauchen richtig glücklich machen. Wir waren noch an der Leine (also ich trug nur meinen angeleinten Kong) und Berta war an der 8 m Flexi. Wir kamen aus dem Wald zu "unserem" Feld. Da standen drei Rehe und guckten zu uns rüber. Berta hat sie natürlich auch gesehen. Und was tat sie? Sie lief zu Frauchen, holte sich Ihren "Finderlohn". Sie guckte zwar immer wieder neugierig zu den Rehen, aber auch immer wieder zu Frauchen. Frauchen war ganz begeistert und Berta bekam soviel Finderlohn, dass sie schon bald kein Frühstück mehr brauchte. Frauchen glaubt noch nicht, dass das auch ganz ohne Leine so gelaufen wäre, aber sie ist schon sehr zufrieden, wie Berta ihren Job macht. Wie Ihr merkt, sind wir beide nicht arbeitslos und somit keine "Sozialschmarotzer". Wir tun etwas für unser Futter. Zusätzlich trainiert Berta mit Frauchen nun auch für die Begleithundeprüfung, die ich ja schon seit letztem Mai habe. Ob das allerdings im Frühjahr schon was wird, wage ich zu bezweifeln. So schnell schießen nicht mal wir Faltendackel.

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24.04.05

Jetzt sag ich nichts mehr, jetzt bin ich sprachlos!! Berta hat die BH!! Lest selbst:

VDH-Begleithundeprüfung (23.04.05, 2. Platz)

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September 05

Und das ist ja noch unglaublicher: Sie hat bei sommerlichen Temperaturen von 25 Grad doch glatt trotz ihrer Showeinlagen ein "Sehr gut" bei den Beginnern geschafft. Man bin ich stolz auf meine kleine freche Frau!

Obedience Beginner in Bensheim (04.09.05, sehr gut, 6. Platz)

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Weihnachtszeit 05

Es ist Zeit, Bilanz zu ziehen. Berta ist nun seit über 1 Jahr bei uns. Und ich muss sagen, dass ich mir ein Leben ohne sie kaum noch vorstellen könnte. Sie ist eine resolute, aber sehr liebenswerte Hundepersönlichkeit, die alle in der Familie Keck in ihren Bann gezogen hat. Es gibt nur zwei Dinge, die mich an ihr nerven. Ihre ewige Kläfferei, wenn Frauchen uns alleine läßt und Geld verdienen muss (für uns, wohlgemerkt!!). Das Zeite ist ihre leicht cholerische Veranlagung. Wenn ich etwas tue, was Madame nicht paßt, dann verkloppt sie mich. Manchmal ist auch schon Blut geflossen. Zum Glück kennt ein echter Indianer wie ich keinen Schmerz und nimmt das alles wie ein echter Mann (na ja, meist zumindest). Und ich lasse mich nicht unterkriegen. Ich spiele liebend gerne mit meiner Frau Berta und tobe mit ihr vor allem wenn Frauchen telefoniert oder will, dass wir Ruhe geben (z. B. nach dem Fressen oder wenn sie gerade die Bude auf Vordermann gebracht hat).

Kurz vor Weihnachten hat Berta uns einen riesigen Schrecken eingejagt. Es war in der Zeit, als es mir schlecht ging. Ich hatte zu viel mit jungen Kollegen getobt und nun tat mir mein rechtes Hinterbein sehr weh. Frauchen trennte mich deshalb von Berta, während sie auf Arbeit war. Damit wir beiden nicht miteinander toben konnte, wo ich mich doch schonen musste. Das gefiel Bert überhaupt nicht. Sie langweilte sich und überlegte sich allerhand Blödsinn. So nagte sie den Sitzstuhl am Schreibtisch an oder bellte stundenlang. Irgendwann entdeckte sie das 5-L-Einmachglas auf dem Regal. Das warf sie runter, ich hab gar nicht mitgekriegt, wie sie das geschafft hat. In dem Glas waren ca. 2 kg Hirsekörner. Frauchen kocht ja immer Hirse für uns, weil das so gesund ist. Als Frauchen heimkam, traf sie fast der Schlag. In tausend Stücke lag das Glas am Boden. Der Inhalt, die Hirse war über den Boden verteilt, jedoch viel zu wenig. Wo war der Rest! Gefressen! Wie kann ein Hund trockene Hirsekörner fressen? Also Berta spinnt schon manchmal! Na ja, Frauchen rief völlig panisch beim Tierarzt an, weil sie Angst hatte, Berta hätte Glasstücke mit gefressen. Der Tierarzt konnte ihr nur raten, ihr Sauerkraut fressen zu lassen, damit eventuelle Glasstücke eingewickelt würden und ohne Verletzungsgefahr auf natürlichem Wege wieder zum Vorschein kommen konnten. Röntgen bringt nix, man sieht Glas nicht. Berta hatte sich nirgens geschnitten, so dass der Tierarzt meinte, sie habe wohl auch nichts gefressen. Die nächsten Tage nun bekam Berta immer Sauerkraut mit unter das Essen. Und was soll ich sagen, die Berta hatte in den nächsten Tag einen seltsamen Stuhlgang. Es war alles reine Hirse. Das sah vielleicht abartig aus! Drei Tage kamen nur Hirsekörner raus. In der ersten Nacht hat Berta auch noch 3 x gekotzt. Frauchen schob noch Panik, weil sie fürchtete, die Hirse könnte im Magen quellen. Das passierte zum Glück nicht. Nach einigen Tagen normalisierte sich wieder alles und Berta hatte diese Aktion unbeschadet überstanden.

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06.01.06 Drei Könige

Hmmm, also warum das "Drei Könige" heißt, weiss ich nicht. Ich weiß nur, dass Berta an diesem Tag einen tollen Fund gemacht hat. Und weil Berta uns unbedingt zeigen wollte, was sie da hatte, kam sie damit zu Frauchen. Aber der Reihe nach. An diesem Tag war es verhältnismässig warm, für einen Wintertag, meine ich. Frauchen war heute Zuhause, abends wollten wir gerade mal wieder zum Hundestammtisch aufbrechen. Ihr wisst schon, diese totlangweiligen Abende, an denen wir Hunde brav auf unserer Decke liegen sollen und die Menschen sich angeregt unterhalten, essen und trinken. Na ja, Frauchen machte sich gerade fertig, ich wartete auf sie. Berta war schon mal voraus in den Garten gegangen. Es war bereits stockfinster. Als Frauchen und ich über die Terrasse liefen, kam Berta wieder hoch. Offensichtlich freudig erregt, sie wedelte wie blöd und hatte etwas was im Maul. Frauchen hielt ihre Hand hin und sagte "Aus". Die brave Berta tat es. Frauchen muss einen Heidenschrecken gekriegt haben, denn es war ein Igel, das spürte sie sofort. Aber viel schlimmer war, dass irgendeine Flüssigkeit durch ihre Hand rann. Frauchen sah ja nix, es war dunkel. Frauchen dachte nun, Berta hätte den Igel totgebissen. Sie eilte ans Licht. Und was war es?? Na?? Bertaschleim!!! Nix Blut. Der Igel war völlig unversehrt. Ihr fragt Euch nun, wo der Bursche her war und wie sie ihn tragen konnte?? Also Frauchen hat ja seit Jahren über den Winter immer mal wieder Igel. Dieser hier überwinterte im Igelauslauf im Garten. Der Auslauf war ca. 40 cm hoch umzäunt und das Igelchen hatte seinen Winterschlaf wohl aufgrund der Wärme unterbrochen. Berta fand das Igelchen und wollte es sich wohl oben genauer anschauen, nur leider kam ihr Frauchen in die Quere. Es ist schon erstaunlich. Berta hat das Igelchen perfekt über die Absperrung apportiert, das ist ja schon eine Übung aus der Klasse 2 im Obedience. Mann, das muss doch gepickst haben. Berta ist eine Maus. Also ICH hätte das nicht gemacht. Also Metall apportiert Berta nicht freiwillig, aber den armen Igel. Der hat bestimmt Kopfschmerzen bekommen. Und wenn das jetzt die Carola liest, wird sie bestimmt kein Wort mehr mit Berta reden, denn sie hat ja vor Jahren den nackten, stachellosen Pflegeigel Rudi von Frauchen in ihr Herz geschlossen. Aber ich kann alle trösten. Der Igel hat es wirklich völlig unbeschadet überstanden. Und Frauchen hat ihn wieder in sein Winterquartier verbracht. So konnten wir dann doch noch zum langweiligen Hundestammtisch, nur Frauchen hatte dann was zu erzählen....

Einige Tage später:

Wieder hat Berta das Igelchen aus dem Auslauf getragen und davor "abgelegt", diesmal hat es Frauchen schon sehr schnell bemerkt. Das Igelchen hätte keinerlei Überlebenschance gehabt, wenn sie ihn einfach so befreit hätte. Immerhin war es kalt und Futter gab es nicht. Ein drittes Mal bekam Berta keine Gelegenheit, das Igelgehege wurde hoch genug abgesichert. Schade, wird sich Berta denken, man muss doch gucken dürfen, was sich so alles tut im eigenen Revier.....

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Oktober 06

So, nun ist es soweit!! Berta hat mich leistungsmässig überflügelt. Zumindest hat sie in Bamberg den 1. Platz bei den Beginnern gemacht und das mit vorzüglich. Unten könnt Ihr alles nachlesen.

Obedience Beginner in Bamberg (22.10.05, vorzüglich, 1. Platz)

Berta ist überhaupt kein normaler Molosser. Von wegen ruhig und behäbig. Nix da. Die Kleine ist ständig auf Achse, langweilt sich gewaltig, wenn Frauchen Hundefutter verdienen geht und nervt mich ohne Ende. Sie mault oftmals in der Hoffnung, irgendeiner kommt, um ihr Gesellschaft zu leisten. Dabei hat sie doch mich. Dabei soll sie doch froh sein. Klar, es gibt Hundis, die sind nur wenig alleine, aber die meisten müssen doch recht viel alleine sein. Und wir sind in der Wohnung, haben freien Gartenzugang und werden morgens und abends von Frauchen gefordert, machen Hundesport. Also ich bin sehr zufrieden. Bevor ich zu Frauchen kam, war ich 23 Stunden am Tag alleine und in der einen Stunde bekam ich nur zu oft nur die brutale, böse Seite der Zweibeiner zu spüren. Gut - Berta hat da eine andere Vergangenheit. Sie war ein Wanderpokal, hatte mindestens 4 oder 5 Vorbesitzer, war teilweise aber auch im Zwinger oder musste auf dem harten Boden liegen, denn sie hatte ja anfangs ganz schlimme Liegeschwielen, die nun endlich abgeheilt sind.

So, nun zu Berta's neuem Hobby:

Birnen- und Apfelsuchhund!

In unserem Garten fallen jeden Herbst die Holzbirnchen eines kleinen Bäumchens, der ausserhalb steht. Bisher hat uns beide das nicht interessiert, warum auch immer. Dieses Jahr jedoch kostete Berta von einem Birnchen und war hellauf begeistert. Von diesem Tag an suchte Berta jeden Tag nach neuen heruntergefallenen Birnchen. Das Goldige dabei war, dass Berta die Birnchen anfangs einzeln vom Garten in die Wohnung trug und auf ihrem Bett verspeiste. Das sah so witzig aus. Berta mit dicker Backe und verstohlenem Blick an Frauchen vorbei. Dabei gönnte Frauchen ihr dieses gesunde Vergnügen. Frauchen meinte, es hätte eh keinen Sinn, Berta zu verbieten, Fressbares aus dem Garten aufzusammeln. Im freien Gelände draußen ist Frauchen dagegen ganz schön konsequent. Und Berta sieht dies meist auch ein, läßt leckere Pferdeäpfel und Sonstiges meist liegen, und kassiert statt dessen gute Boxerleckerli von Royal Canin. Mampf!

Doch wieder zurück zu den Birnchen. Manchmal waren so viele Birnchen im Garten, dass Berta gar nicht mehr fertig wurde. Frauchen hatte auch Angst, dass Berta Bauchweh bekommt und räumte bis auf einige alle weg. Die Weggeräumten sollte es später geben. Ich muss sagen durch Berta bin auch ich auf den Geschmack gekommen und habe mir ab und zu ein Birnchen genehmigt. Also so fanatisch wie Berta bin ich dabei nicht, das Zeug schmeckt mir etwas zu sehr nach "gesund". Aber man weiß ja, dass Frauen mehr Wert auf eine gute Figur und gesunde Ernährung legen als wir Männer, gelle??!!!

So nun kam irgendwann die Zeit, so im Dezember, da gab es keine Holzbirnchen mehr. Aber Frauchen fand, man müsste dieses Talent, auch die verstecktesten Birnchen und Äpfel zu finden, unbedingt fördern. Deshalb versteckte sie also jetzt täglich irgendwo auf der Terrasse oder in unserem Gartenteil Birnen und Äpfel. Wenn Frauchen dann von der Arbeit kam, hatte Berta sie auch immer gefunden. Also ich kanns ja verraten. Berta hat nie länger als 5 Minuten gebraucht, egal wie Frauchen sich auch bemühte. Sie versteckte sie im Altpapiersack, den Berta dann fachgerecht zerlegte. Sie versteckte sie in einer Pappröhre oder unter einen schweren Mörtelwanne. Oder sie legte sie in einen Eimer mit Wasser. Alles kein Hindernis für meine Frau. Ich kam auch hin und wieder in den Genuss. Meine Frau Berta hat die Beute aufgespürt und ich gönnte mir auch mal ein Äpfelchen oder Birnchen, aber nur, wenn es mehrere waren.

Eines Tages war es so, dass Berta sich ziemlich Mühe geben musste, um ans Ziel zu kommen. Da stand der frisch mit Kunstleder bezogene Liegestuhl im Weg. Berta musste wirklich hart arbeiten, bis sie diesen Stuhl beiseite geräumt hatte, denn der versperrte den Weg zum hinteren Teil des schmalen Balkons vor unserer Wohnung. Uff!! Irgendwann hatte sie es geschafft. Der Stuhl hat zwar gelitten, hat nun einige Löcher und auch eine herausgerissene Ecke (na ja, wo gehobelt wird, fallen Späne oder ähhh Stühle.....grins). Der Lohn war aber toll!! Ca. 2 kg Äpfel. Berta mampfte und mampfte. Sie liess mich nicht ran. Den letzten Apfel schaffte sie nicht mehr, nahm ihn mit rein und legte ihn auf den Teppich neben ihrem Bett. So, nun hatten wir den Salat. Berta erlaubte mir nämlich nicht, an diesem Apfel vorbei zu laufen. Jetzt hatte ich das Problem, dass ich nicht mehr in den Garten konnte, denn der Apfel lag direkt auf dem Weg zu unserer Hundetüre. Na ja, zum Glück war es Freitag und Frauchen kam viel früher als sonst. Berta freute sich wie immer riesig, zeigte ihr stolz die Beute und mampfte sie dann auch gleich auf. Aber oh je!! Berta hatte nun Bauchweh. Frauchen war ganz besorgt, weil Berta's Bauch ganz dick war. Beim Gassigehen mit unserer Labbifreundin Kira hatte Berta gar keine Lust mitzulaufen. Man sah ihr an, dass sie Bauchweh hatte. Wir liefen deshalb auch nicht lange. Berta gaste auch fürchterlich. Zum Glück ging es ihr abends wieder besser. Frauchen verriet mir, dass das diesmal gar nicht die für Berta versteckten Äpfel waren, sondern ihre ganzen restlichen Vorräte an gesammelten Äpfel, die sie Berta in den nächsten Wochen verstecken wollte. Na ja, Frauchen, da solltest Du Dir in Zukunft bessere Lagerungsorte ausdenken, berta-sicher!!

Einige Bildchen zum Thema (nach unten scrollen)

Eine unschöne Geschichte muss ich auch noch erzählen. Frauchen kommt zur Zeit am Donnerstag immer spät heim (dafür können wir morgens aber auch länger schlafen und gehen im Hellen Gassi!!). Am 9.11. liefen wir in der Nähe unseres Wohnorts eine Runde um die Felder. Es war stockfinster, wolkig, kein Mond zu sehen. Frauchen hatte eine Stirnlampe an, die auch eingeschaltet war. Wir waren da noch ohne Leuchthalsbänder. Aber nach dieser Geschichte reaktivierte sie die alten Leuchthalsbänder, die sie noch von Wilma und Trudi hatte und von da an hatten wir die im Dunkeln immer um. Bei diesem besagten Spaziergang bekamen wir einen mächtigen Schrecken. Als wir ca. 250 m vom Wald weg waren (es war gerade mal ein Feld zwischen uns und dem Wald) knallte es vom Wald her plötzlich ganz laut. Frauchen erschreckte sich mehr als wir. Schon gleich am Anfang unseres Spaziergangs hatte es geknallt, aber da dachte Frauchen noch, es sei vielleicht die Fehlzündung eines Autos vom Dorf hinter dem Wald. Aber nix da, das muss einer dieser gruseligen Grünröcke, offizielle Jäger genannt, gewesen sein. Frauchen fing wie wild lautstark zu schimpfen an und drohte mit Polizei und was weiß ich noch alles. Aber es wirkte. Plötzlich ging vom Waldrand her ein starkes Licht an und suchte wohl nach der Ursache des Gebrülls. Frauchen sagte, da stünde ein Hochsitz, da hockte dieser Grünrock wohl und ballerte auf irgendwelche armen Tiere. Dabei kann er in der stockfinsteren Nacht gar nicht sehen, der schiesst einfach so. Stellt Euch das mal vor. Der kann gar kein Tier gleich tödlich treffen. Wenn man sich überlegt, welche Tierquälereien das bedeutet. Dass der Grünrock nichts gesehen hat, belegt ja schon die Tatsache, dass er geschossen hat, obwohl wir drei in der Nähe waren. Oder hat er absichtlich geschossen, weil wir da waren?? Der Gedanke ist ja noch schlimmer. Na ja, auf jeden Fall hörten wir kurz nachdem das Licht vom Hochsitz wieder aus war, dass ein Auto gestartet wurde und man sah dann ein Auto wegfahren. Leider war sonst weiter nichts zu erkennen, es war ja stockfinster und das Auto fuhr einen anderen Weg. Frauchen war völlig aufgelöst. Am nächsten Tag gingen wir da nochmals Gassi und Frauchen sah, was sie sich schon dachte. Der Hochsitz, von dem aus geschossen wurde, war abgeschlossen. Also kann es nur der Jagdpächter oder ein Berechtigter gewesen sein, der dort gesessen hat. Und jetzt kommt der Skandal. Frauchen hat sowohl das Ordnungsamt der Stadt als auch die untere Jagdbehörde informiert. Beide Stellen sahen überhaupt keine Veranlassung, etwas zu unternehmen, dabei hat der Heini von der Jagdbehörde geschrieben, dass es verboten sei, bei völliger Dunkelheit zu schiessen. Ja und warum wird dann nichts unternommen?? Frauchen meint ja, dass die Grünröcke alles dürfen, alle Tiere abknallen und auch Menschen gefährden. Was sind das für Menschen, diese Hobbymörder?? Und was sind das für Behördenvertreter, die einfach tatenlos bleiben. Nein, ich kann das nicht verstehen!!

Frühjahr 2007:

Nachdem wir ja nun in Frührente sind (bzw. eigentlich nur ich), lassen wir es insgesamt viel ruhiger angehen. Der Berta ist es aber manchmal zu langweilig, deshalb sucht Frauchen ihr neue Betätigungsfelder....

Berta und die Melone

Aber neulich hat Berta wieder einen Igel vom Garten hoch in die Wohnung getragen und auf ihr Bett gelegt. Da hat Frauchen doch leichte Panik bekommen, dass Berta den großen Igel mit einer Melone verwechseln könnte. Immerhin nachts ist es ja dunkel und ob das Ding nun schwarz oder grün ist, sieht man nicht mehr. Und auch die Stacheln könnten ja nur Tarnung sein. Auf jeden Fall hat Frauchen ihr den Igel dann vorsorglich abgenommen und wieder in den Garten getragen, nicht dass Berta noch auf dumme Gedanken kommt. Jetzt hat Berta nachts "Gartenverbot".... man weiß ja nie, ob Berta nicht doch noch Dummheiten macht und ihr 15.000 Jahre altes Erbe als klassischer Beutegreifer mit ihr durchgeht. Ich meine, mir könnte das ja nicht passieren, aber der Berta.....

Und keine Sorge, dem Igel ist nichts passiert. Frauchen hat ihn gleich ins Igelfutterhaus bei ihren Eltern in den Hof getragen und er hat noch in der selben Nacht alles vertilgt. Er hat also nicht mal einen Schock davon getragen. Vermutlich ist es derselbe Igel, den Berta vor über 1 Jahr schon zweimal angeschleppt hat. Das denkt Frauchen deshalb, weil ihn Berta offenbar in der Nähe des Igelauslaufes gefunden hat, indem der Pflegeigel vor über 1 Jahr von Frauchen den Winter über versorgt wurde. Er hat sicher gewußt, dass ihm nix passieren kann.... wenn er sich da mal nicht täuscht. Er kann ja nicht wissen, dass Berta mittlerweile runde Sachen für Melonen hält, die man meucheln darf... *räusper*

09.06.07

TeamTest (VDH) in Neubrunn bei den Bunten Hunden

Sommer 07

Nun haben auch wir es verstanden. Bertas Berufswunsch ist Igelsuch- und -rettungshund. Vor einigen Wochen hat Berta einen Igel auf dem Weg gefunden und Frauchen gebracht. Es war schon dunkel. Frauchen war kurz vorher diesen Weg in der Dunkelheit rückwärts gefahren. Zum Glück war der Igel noch ein Stück weiterhinten. Aber Berta hat Frauchen so deutlich gemacht, dass sie diesen Weg in der Dunkelheit nicht mehr rückwärts reinfahren darf, sonst passiert einem Igel noch mal was, weil sie ihn übersieht.

Kurz darauf gingen wir gemütlich im Wald spazieren. Wir lieben Waldspaziergänge. Ich, weil kaum andere Hunde hier zu treffen sind, denn ich habe ja noch immer Bedenken, dass sie mich nicht mögen und mich angreifen. Ausserdem ist es so schön kühl und schattig im Wald, was mir sehr lieb ist, seit ich herzkrank bin. Frauchen liebt einfach die Bäume und den Geruch. Berta wiederum findet die vielen Tiere toll, die man im Wald so sieht und schnuppert. An diesem einen Nachmittag war Berta wieder voll in ihrem Element. Wie schon so oft schnuffelte sie am Wegesrand herum. Plötzlich verschwand sie hinter einem großen Stein und kam vorsichtig und langsam wieder hervor, auf Frauchen zu - mit einem winzigen Igelchen im Maul. Frauchen hielt die Hand hin, Berta liess das Igelchen in ihre Hand plumsen und bekam als Belohnung viele Leckerli. Was soll ich sagen, das Igelchen war soooo winzig, dass es ohne Mamma nie überleben würde. Nun wußte Frauchen natürlich nicht, ob die Igelmama noch lebt und ob der Winzling einfach nur zu vorwitzig aus dem Nest gegrabbelt ist, um sich etwas umzuschauen. Der Fundort jedenfalls war ideal für eine Igelkinderstube. So hat Frauchen das Igelchen vorsichtig und möglichst ohne viel Geruch auf ihm zu hinterlassen wieder unter den Stein geschoben, aber nicht ohne ihm eine Wegzehrung in Form von unseren Leckerchen dort zu lassen. Am nächsten Tag kamen wir wieder mit frischem Dosenfutter. Am übernächsten Tag gingen wir wieder hin. Und Berta zeigte uns das kleine Igelkind wieder an. Es saß diesmal bei einem Holzstapel ca. 5 m vom 1. Fundort weg. Das Futter war we. Von jetzt an fuhren wir regelmässig hin und stellten Futter bereit. Einige Tage später sah Frauchen dann auch eine größeres Igelchen, bestimmt die Mama.

Es dauerte nicht lange, da hat Berta wieder einen Igel gefunden. Wir standen alle an einer Hecke, der Schopfterrier mit "Familie" war auch dabei und überlegten, ob wir weiterlaufen sollten, da ich doch seit gestern links vorne humpelte. Noch während sich die Zweibeiner beratschlagten brachte Berta wieder einen Igel. Dieser war etwas größer und schien soweit in Ordnung. Berta hat ihn im Eifer wohl aus seinem Schlafnest ausgebuddelt. Wie peinlich, diese übereifrigen Azubis. Frauchen tauschte das Igelchen gegen Leckerli und versuchte, das Igelchen wieder Schlafen zu legen.

Ach ich finde es Klasse, wie meine kleine lebhafte Frau sich eine nützliche Beschäftigung sucht. Sie wird mit Sicherheit bald der perfekte Igelsuch- und -rettungshund sein!! Der erste Spezialsuchhund seiner Art.....

November 2008

So endlich mal wieder eine Aktualisierung! Berta musste ihren Job als Igelsuchhund an den Nagel hängen. Weil Frauchen der Meinung war, dass Berta zu grob mit den Stachelkindern war und sie Angst hatte, dass Berta ihnen weh tun könnte. Schade eigentlich. Aber keine Angst, Berta hat schon neue Beschäftiungsideen. Z. B. Frauchen ärgen. Einfach beim Gassigehen stehenbleiben. Berta weiß genau, wenn sie weit genug weg ist (weil sie ja mit mir weitergelaufen ist), wird sie Berta rufen. Die kommt voller Begeisterung angewetzt und kassiert Leckerli. Ist doch ein toller Zeitvertreib. Und dann gibt es seit Oktober 08 noch den gestopften Kong. Die von mir feinsäuberlich "geköpften" Kongs füllt Frauchen einfach mit leckerem Hamilischmatz und Berta kann sich mit dem Auslecken stundenlang beschäftigen. Um ehrlich zu sein, ist mir das einfach zu mühseelig! Aber Berta hat Spaß dabei. Ansonsten hat Berta ja am 23. August ihren 9. Geburtstag gefeiert. Sie ist immer noch total fit und frech. Allerdings ging es ihr vor einigen Wochen auch nicht sonderlich gut. Sie hatte keine rechte Lust zum Gassigehen und ging daheim nach den Mahlzeiten immer schlafen. Frauchen vermutete, dass es Schmerzen aufgrund der HD und der Spondylose sein muss. Sie bekommt seitdem Previcox und Novalgin. Vorher hat sie nur Previcox gegeben. Aber das war wohl zu niedrig dosiert. Höher wollte Frauchen nicht dosieren, sonst könnte Berta Bauchweh kriegen. Jetzt ist meine kleine Frau wieder rotzfrech. Das freut uns eigentlich, aber mich nicht immer. Ich möchte eigentlich schon meine Ruhe, schließlich bin ich alter kranker Mann.